Neues Jahr Neues Glück

Das neue Jahr hat begonnen und wir alle hoffen auf Besserung gegenüber dem *fuckcorona* Jahr 2020. Ich natürlich auch. Aber nicht nur in Bezug auf Corona hoffe ich auf Besserung, sondern noch mehr ganz egoistisch für mich. Noch immer begleitet mich der Schwindel bei meinem täglichen Tun. Und mittlerweile fängt es wieder an, mich zu nerven. Die Ungeduld steigt langsam wieder auf 😦

Und dennoch gibt es auch schöne Nachrichten. Das Radeln klappt mit der erforderlichen Vorsicht nach wie vor ganz gut. Ich bilde mir sogar ein, daß es phasenweise schon wieder ganz ordentlich klappt. Trotzdem schwebt über jeder Ausfahrt die Vorsicht. Grundsätzlich ja auch nicht verkehrt, aber endlich mal wieder im Kopf frei sein und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, das fehlt mir mit jeder Ausfahrt immer mehr.

4 Ausfahrten und somit echtes Wintertraining konnte ich seit dem 2 Weihnachtstag absolvieren. Begonnen habe ich mit einer >flachen, windigen 62 Km< Tour. Bei dieser Ausfahrt merkte ich auf einem Abschnitt im Raum Angermund, dass ich aktuell echte Rüttelpassagen meiden sollte. Mit jedem Meter Rüttellei fühlte ich mich immer schlechter und vor allen Dingen unsicherer. Nach dem 400m Abschnitt vermied ich alle ähnlichen Abschnitte und fuhr dennoch eine schöne Runde.

Die nächste Runde führte ich wieder zum Rhein, wobei ich auf Neusser Seite einen neuen Abschnitt unter die Pneus nahm. Die Runde >Rhin Kieke< hatte knapp 49 Km bei durchschnittlichen 1,5 Grad Temperatur. Trotz der Kälte hatte ich ordentlich Spaß, da die Straßen leer waren und ich somit keine Schwierigkeiten in Bezug auf Gefahrensituationen im Straßenverkehr hatte.

Freitag waren dann ein paar Höhenmeter gefragt. Nach zwei flachen Ausfahrten auch verständlich 😉 Ich drehte eine Runde >Durch die Felder< Überwiegend auf Asphalt. Aufgrund der Nässe hatte ich keine Lust auf Einsauen. Mit 1,6 Grad war es auch nicht sonderlich warm. Das waren vermutlich auch die Gründe für meine Einsamkeit auf der Strecke. Somit konnte ich knapp 500 Hm auf 45 Km sammeln und versank im Anschluß direkt in der heißen Badewanne. Einziger Lichtblick waren die guten Beine. Sie fühlen sich bisher recht ordentlich an und lassen für die Zukunft hoffen.

Somit ging es Samstag direkt noch einmal los. Einfach mal wieder auf die Nordbahntrasse. Dort war ich schon lange nicht mehr unterwegs. Ausserdem bot sich mir dort die Chance zu den nächsten Tests in Bezug auf meine Gesundheit. Durch das gestörte Gleichgewichtsorgan sind auch Fahrten durch dunkle Tunnel für mich nicht ganz ohne Risiko. Ich hatte zwar meine GVolt 70.1 am Rad, aber dennoch spürte ich bei jeder Durchfahrt eine gewisse Unsicherheit. Lichtkegel hin oder her, die Dunkelheit um mich herum führte beim vierten Tunnel dazu, dass ich nach dem Verlassen eine kleine Welle fahren musste. Eine kurze Unsicherheit, hervorgerufen durch einen minimalen Orientierungsverlust. Zum Glück nur 2 Sekunden. Kurz vor Langerfeld machte ich kehrt und rollte die Trasse wieder zurück. Dieses Mal ohne weiter Vorfälle. So kamen am Ende der Runde >Axels Revier<schöne 69 Km zusammen und ein weiterer Test mit positivem Ausgang.

Mein Blick geht weiter nach vorne, auch wenn es zwischendurch mal schwerer fällt. Nach schlechten Tagen kommen auch wieder bessere. Nach diesem Credo mache ich erst einmal weiter. Die nächsten Termine beim HNO und Neurologen stehen und bringen hoffentlich weitere gute Nachrichten.