Wochenend Desaster
Die Vorzeichen standen nicht gut und das Ergebnis war desaströs. Aber wie kam es überhaupt dazu?
Der Juni lief recht vielversprechend und stärkte bei mir den Optimismus endlich wieder das Rennradfeeling zu verspüren. Nach dem Video Ride aus dem letzten >Post< sass ich auch in der darauf folgenden Woche noch dreimal auf dem Rad. Alles fühlte sich super an. Ich war richtig happy. >Schattensuche<, >Obschwarzbach< und >Hinkesforst< waren prima Gravel Touren. Somit war der Juni richtig Abwechslungsreich.




Dann war leider wieder urplötzlich Schluß mit Radeln. Keine Zeit, zuviel und zu lange Arbeiten, private Termine usw. und somit wieder 13 Tage null km. Nicht wirklich förderlich. Beim Wiedereinstieg am Samstag Nachmittag hatte es geschmeidige 35 Grad 😦 genau die richtige Temperatur, um wieder auf Touren zu kommen. Ich wollte aber unbedingt wieder etwas tun, war ich doch am nächsten Tag zum Team Ride mit Monzi & 2 Gästen verabredet 🙂 Somit führte der >Xte Neustart< bereits nach wenigen Km dazu, die Runde zu verkürzen. Saft und Kraftlos, ohne Druck, mit leerem Kopf und schwachen Beinen rollte ich wieder nach Hause. Kein guter Restart.

Der Eindruck vom Foto täuscht. Das war schon einsetzender Galgenhumor, gepaart mit innerlicher Enttäuschung.
Sonntag morgen trudelten wie vereinbart Rüdiger, sowie Monzi mit Andi bei mir ein. 9:30 Uhr machten wie uns auf die geplante 100Km mit 1000 Hm Tour. Es fing ordentlich an. In Erkrath rollten wir erst einmal die Landstraße hinauf nach Hubbelrath, dann durch die Felder über den Mauerweg runter nach Ratingen. Wir versuchten möglichst entspannt zu bleiben, war es doch schon ordentlich warm. Am Hölenderweg fingen meine Beine das erste Mal an zu meckern. „Müdigkeit“ redete ich mir ein. Hinter Eggerscheidt folgte als nächster Happen der Bruchhauser Weg. Es lief wieder etwas besser und nach der Abfahrt über den Görscheider Weg nach Kettwig, versteckte ich mich im Ruhrtal am Ende der Gruppe, um ein wenig Kraft zu sparen. Monzi drückte ordentlich aufs Gas. Schneller als erhofft rollte ich wieder an die Spitze und wies die Kombo rechts den Kutschenweg hinauf. Monzi kurbelte vorne weg, Rüdiger dahinter, die beiden Andis am Schluß. Die Hitze setzte uns zu, Rüdiger musste kurz vom Rad, alle waren froh irgendwann oben zu sein. Die Aussicht oben am Tannenbusch ist immer wieder schön. Erst recht wenn nach der Abfahrt die Pause am Haus Scheppen wartet. Von allen bereits sehnsüchtig erwartet. Für mich gab es kein EPO, irgendwie bekam ich das dieses Mal nicht runter. Ein erster böser Vorbote 😦





Nach der Pause ging es zunächst am See entlang, um uns wieder ein zu grooven 😉 Bei mir fing hier bereits der rechte Oberschenkel an zu mucken. Keine gute Vorraussetzung um das Priehbachtal rauf zu kurbeln. Ich schaffte es zwar recht ordentlich bis oben, aber die störenden Signale der Beine vermehrten sich. Oben kam dann nach 48 Km und ca 600 Hm der Wunsch auf Verkürzung der Tour sowie Verminderung der Höhenmeter auf. Die Sonne hatte uns weich gekocht und mich zusätzlich noch platt gemacht. Ich plante im Kopf um und so ging es auf direktem Weg durch Nierenhof und Langenberg gen Windrather Tal. Hier begannen die Krämpfe bei mir sehr deutlich und aüßerst schmerzhaft. Zwar schaffte ich es immer wieder, die Dinger raus zu kurbeln, aber jede Bodenwelle holte sie wieder hervor 😦
Wir beschlossen bis Alt Düssel irgendwie weiter zu fahren, um dort nochmal eine Getränkepause einzulegen. Mit allen möglichen Tricks und Hilfsmitteln schaffte auch ich es bis dorthin. 2 Wasser und 1 Cola später –Danke an Rüdiger– ging es auf die letzten Kilometer und auch Hügel. Die erhoffte Beruhigung setzte bei mir nicht ein. Ganz im Gegenteil, bereits am Ortsausgang zwickte es wieder. Nur diesmal sowohl rechts wie links 😦 Da half nur Augen zu und durch. Die Kurbel musste rum. Irgendwie. Der gute alte Zeigefinger auf den Muskelansatz brachte immer wieder Besserung. Kurzzeitig, aber Besserung. So schaffte ich es nicht nur bis Hahnenfurth, sondern auch von dort noch hinauf zum Radweg. Zum Glück. Hier konnte ich etwas lockerer kurbeln und immer wieder die Zeigefinger förmlich in die Wunde legen. Es half. Im Neandertal lief es wieder deutlich besser. Die Schmerzen der Beine waren zu ertragen, aber ein neuer Krampfansatz blieb aus. So fand der >Heiße Ritt zu 4< nach 86 Km und 923 Hm für alle ein versöhnliches Ende. Eine Neuauflage ist auf jeden Fall fest eingeplant. Danke Jungs.


Der Montag und Dienstag war muskulär sehr bescheiden. Aufstehen oder gehen ging eher gar nicht. Trotzdem setzte ich mich Dienstag Abend nach den leckeren Nudeln noch auf Claudio. Eine kleine Runde Graveln um die Beine zu lockern. Es lief auf dem Rad wesentlich besser, als zu Fuß. Und das Beste an der Ausfahrt war, das irgendwo am Unterbacher See mein Optimismus rumgelegen hat. Ich habe ihn tatsächlich wieder gefunden 🙂 >Rekom Ride<
Oha…liest sich gar nicht gut. Aber wird schon wieder…war ja auch mega-hot.
Da bin ich mir sicher. Aber es war sehr sehr erschreckend 🙄
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