Feld, Wald, Wiese

Was für ein Tag 🙂 Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll 😉 Mir schossen heute soviele Gedanken durch den Kopf, die auch Einfluß auf die Strecke genommen haben…… Echt crazy……. Entschieden hatte ich mich für eine flache runde gen Angermund und Umland. Aber vor der ersten Pedalumdrehung kam erst noch Miss DHL mit einen kleinen dezenten Paket Nahrungsmittel für hungrige Radsportler 😉 Also schnell das Paket entgegngenommen und los gings zum Radhändler um die Ecke, endlich mal einen Ersatzschlauch kaufen. Denkste, der hatte heute ausnahmsweise mittags zu 😦 Na prima. Dann halt wieder ohne Ersatzschlauch. Ab in Richtung Dernbuschweg und diesen langsam hoch. Da beginnt das Drama. Mir schießen die Gedanken um meinem Job durch den Kopf „Arbeitsplatzverlagerung, Debrecen, Kosice, Nearshore“ All diese miesen …… lassen mich innerlich kochen. „Nur so dahin daddeln iss heute nicht gut“ entschließe ich mich in Knittkuhl die Strecke zu ändern, um mir mehr Abwechslung zu verschaffen und gleichzeitig meine Gedanken mit etwas anderem zu beschäftigen. Rechts ab in die Felder und ab jetzt geht es nur noch auf und ab…….. über Asphalt, auf schönen Waldwegen bis hin zu deftigen Schlammpassagen……. Eine herrliche Runde soll es werden. Die bösen Gedanken verschwinden und ich fange an die Fahrt zu genießen. Immer wieder versuche ich neue Abschnitte zu erkunden, mal mit, mal ohne Erfolg. Ich denke an meine Frau und freue mich, daß sie mich in Italien anfeuern wird. Das wirkt wahre Wunder. Mittlerweile radle ich durch Li`s Trainingsrevier 😉 Der Blick von Aussichtspunkt runter zum türkisblauen See bei den Rheinkalk Werken ist wirklich toll………

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Kein Wunder das Li hier so oft herläuft. Aber die 13% Rampe hat es auch in sich

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Nach dem Fotostop geht es Richtung Mettmann wieder über Wirtschaftwege. Meine Gedanken schweifen ab nach Malle 😉 Da ist es sicherlich wärmer und sonniger als hier.Kaum zu Ende geträumt finde ich mich am Altenheim Neandertal wieder und biege wieder von der Hauptstraße ab. Über Diepensiefen geht es in Richtung Neandertal. Ab hier wird es dreckig. Mitten durch den Wald in stetem Auf und Ab macht es richtig Spaß. Keine Menschenseele zu sehen und ich kenne mich nicht aus. Ich muss an Fausto Coppi und seine legendären Duelle mit Gino Bartali denken. Große Schlachten an den Dolomitenpässen haben sie sich geliefert. Auch ich freue mich auf die wundervollen Passstraßen. Und plötzlich tut sich eine 18 prozentige Auffahrt vor mir auf. Auf Asphalt wäre es kein Problem. Auf trockenem Waldboden auch nicht, aber hier versinken die Laufräder 5 cm im Matsch und somit habe ich null Vortrieb. „Fausto gegen Gino“ schießt es mir durch den Kopf und schon bin ich oben. Weiter geht es an den Tiergehegen vorbei, wo ich mürrisch beobachtet werde 🙂

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Aber auf meinem MTB mache ich mich schnell aus dem Staub. Von Hochdahl durch das Eulental rausche ich runter nach Erkrath und rolle die letzten Km glücklich, zufrieden und dreckig nach Hause. Ein tolle Runde durch Feld, Wald und Wiese, 47,7 Km mit 645 Hm, die eigentlich gar nicht geplant war. Sie war phasenweise sehr emotional, aber auch irgendwie unterhaltsam. Ich hatte ab Knittkuhl wirklich Spaß…….. Ach ja: Gino ist ein schöner Name 😉