Ausfahrt mit Sponsor

Gestern hätte ursprünglich ja das Amstel Gold Race in den Niederlanden stattfinden sollen. Klappt ja aktuell alles nicht #fuckcorona. Da kam mir die Anfrage von >Simon K< sehr entgegen. Er wollte gerne mal eine Runde mit mir gemeinsam drehen. Die perfekte Ablenkung für mich. Pünktlich um 10:30 Uhr trafen wir uns an der vereinbarten Stelle. Im Vorfeld hatte sich Simon für die flache Streckenführung entschieden, so dass die Richtung recht schnell klar war.

Zunächst ging es Richtung ISS Dome und von dort in Richtung Kaiserswerther Straße. Nach einer kurzen Tempoeinlage, nach welcher Simon recht schnell andeutete, das Tempo jenseits der 30 nicht lange gut gehen würde. Ich beruhigte ihn und schon bogen wir ab in den Wald, auf verkehrsfreie Wege. Das Tempo wurde gedrosselt und wir cruisten weiter durch die Felder. Vorbei an Wittlaer ging es in einem Bogen zum Schloß Heltorf. Leider war das Tor verschlossen und somit der Blick in den Innenhof versperrt. Das sollte sich später am Schloß Linnep ändern. Aber bis dorthin mussten wir erst einmal noch ein paar Km abspulen. Simon hielt sich tapfer, nur an den leichten Anstiegen über die diversen Brücken merkte ich ihm an, das sein Stecker langsam gezogen wurde. Aber wo sollte die entsprechende Fitness auch herkommen. Als selbstständiger Physio steckt über er bis über beide Ohren in Arbeit und die wenige Freizeit wird mit Frau und Tochter verbracht.

Von Heltorf ging es vor bei an Lintorf, weiter Richtung Selbeck. Auf dem Weg zum GC Mülheim wurden wir einige Meter von einen Hund begleitet. Mit immerhin 21 Km/h lief er locker neben uns her, um sich wieder seinem Frauchen anzuschließen. Nach Querung der B1 in Selbeck deutete mir Simon an, dass es bergab mit seiner Kraft geht. Kurze Pause und nach einem Gel ging es weiter. Mit gedrosselter Speed rollten wir durch die Felder oberhalb vom Esel und näherten uns Schloß Linnep. Dort gab es eine kurze Besichtigungspause, bevor wir uns auf den Abschnitt über den Krummenweg und Voisweg zurück zum Treffpunkt machten. Nach einer letzten Attacke am Lohhofweg waren die Lichter bei Herrn K vollends aus. Es reichte allerdings noch für ein Lob über das Trikotdesign, danach war Flasche leer 😉

An der Ernst Poensgen verabschiedeten wir uns, nicht ohne die Aufforderung durch mich, so eine Runde zu wiederholen. Die lapidare Antwort lautete: So in 2 bis 3 Jahren vielleicht 🙂 Ich rollte die letzten Meter bis Gerresheim und hatte schlussendlich 60 Km nach der >Ausfahrt mit Sponsor< auf dem Edge. Die Ablenkung für die Verschiebung des AGR hat jedenfalls komplett geklappt 😉

Am Donnerstag rollte ich mit Gino bereits in Richtung Niederbergisches Land. Bei Strava hatte ich durch Zufall einen mir unbekannten Anstieg entdeckt. Somit war das Ziel der Ausfahrt >First Time Raffenberg< klar. Der >Raffenberg< ist ein kleiner unscheinbarer Übergang vom Wodantal ins Felderbachtal. Nach der ersten Befahrung ist klar, diesen kleinen 1 Km langen Anstieg werde ich zukünftig noch öfter einbauen. Ein wirklich schöner Abschnitt, mitten durch die Natur 😉

Ansonsten verlief die Ausfahrt wirklich ordentlich. Die Anstiege konnte ich locker, aber zügig abspulen und die Beine kurbelten alles in Allem recht locker. So kamen bei der Ausfahrt auf 81 km mit 914 Hm zusammen. Mit der aktuellen Verfassung bin ich soweit zufrieden, auch wenn es bis zu einer Teilnahme an einer Veranstaltung wohl noch lange dauern wird. Aber die Motivation ist noch da und das ist das Wichtigste. Der Glaube an eine positive Zukunft hilft mir, mich immer wieder zur Ausfahrt anzutreiben. Auch wenn sie kürzer als üblich ausfallen, der Spaß ist da. Und ohne Spaß geht es bei mir ja nicht 😉