Karer & Nigerpass
Tag 4 versprach Sonne satt und entsprechend hohe Temperaturen. Für uns hieß es somit: hoch hinaus, denn da ist es kühler 😉 Aufgrund der Temperaturen und des zu erwarteten langen Tag im Sattel wurde bereits am Vorabend pünktliches Frühstück um 8 Uhr verpflichtend festgelegt. Kurz nach 9 sollte es auf die Reise gehen. Bernie hatte sein Bike mittels Youtube Video resetten können und wollte eine kleine Testfahrt machen, sodass Monzi, Pit und ich um 9:15 Uhr als Dreigestirn losfuhren.
Die ersten 25 Km ging es entlang des Etschtal Radweges zügig, aber entspannt voran. Auch Mitten durch Bozen lief es prima. Somit erreichten wir den Abzweig in Kardaun ohne große Probleme und konnten uns dort noch mal stärken. Schließlich stand der erste längere Teil der Auffahrt bis zum Karerpass an. Hier ging es erst einmal für knapp 13 Km und 1000 Hm ordentlich den Berg hinauf. Der Anstieg über Karneid ist quasi die autofreie Variante zur Hauptroute. Sie ist zwar wesentlich steiler, aber Abseits der Touristenströme.





Größtenteils verläuft die Straße durch bewaldete Abschnitte, was die Sache zwar angenehmer, aber in keinem Fall einfacher macht. Wir quälten uns allesamt Höhenmeter um Höhenmeter, Kilometer um Kilometer zum Kaserer Bild hinauf. Der Brunnen an dem Kirchlein wurde fast komplett leer getrunken 😉 bevor wir uns dem nächsten Abschnitt zum Karerpass widmeten. Unser Plan war bis Welschnofen zu fahren und dort eine längere Pause mit Nahrungsaufnahme zu machen. Dort sollten wir dann für die letzten 9 Km auf die Hauptstraße treffen.
Auch der Abschnitt bis zur Mittagspause verlief größtenteils über wenig befahrene Wege. Zur Entspannung gab es die ein oder andere Abfahrt, was zur Konsequenz hatte, dass die verlorenen Höhenmeter wieder eingesammelt werden mussten. Das Panorama um uns herum wurde immer spektakulärer. Sahen wir morgens den Schlern, eröffneten sich jetzt die Blicke auf Rosengarten & Latemar. Wirklich sehr sehr schön. Monzi kämpfte sich nach wie vor verbissen den Anstieg hoch und verfluchte mich zwischenzeitlich des öfteren 🙂 Aber er biss sich durch. Nach der Pause ging es nun mit deutlich mehr Verkehr auf die letzten 9 Km hinauf zum Karerpass. Vorher machten wir noch einen Fotostop am Karersee. Der liegt ja auf dem unmittelbaren Weg und ist somit ein absoluts Muss.





Nach dem Stop ging es immer weiter bergan. Die Sonne brannte, der Schweiß lief, die Passhöhe kam immer näher. Dann war sie endlich erreicht. Pit & ich feuerten Monzi auf seinen letzten Metern an, um dann stolz mit ihm gemeinsam das obligatorische Passschild Foto zu machen. 35 lange heiße Km vom Etschtal bis zur Passhöhe lagen hinter uns. Allerdings entschädigte uns das Panorama für all die Strapazen. Nach wenigen Minuten rollten wir zum Abzweig in Richtung Nigerpass zurück, um diesen schönen Nebenpass einfach noch mitzunehmen. Die wenigen Km dorthin rollte es sehr ordentlich und schwups war der 2te Pass bezwungen. Das Foto haben wir vergessen. Vermutlich aus lauter Vorfreude auf die lange Abfahrt runter ins Etschtal. Hier spielte Pit seine Abfahrerqualitäten aus und musste gelegentlich auf Monzi und mich warten. Aber alle hatten einen Heidenspaß. Kurz vor Blumau machten wir nochmals eine Getränkepause, spürten wir hier doch bereits die Hitze aus dem Talkessel.





Danach ging es wieder auf den Etschtal Radweg. Auf diesem Abschnitt gab es wunderbar kühle & beleuchtete Tunnel, sowie die ein oder andere Skulptur rechts und links der Strecke. Durch Bozen wurde es deutlich voller als am Morgen und ab Sigmundskron erfasste uns neben der Wärme, leider auch ein spürbarer Gegenwind. Nach 125 Km und 2300 Hm hatte der Spuk dann doch ein Ende und wir drei erreichten glücklich, Stolz und zufrieden wieder Tramin. >Karer&Niger< Was für eine geile Runde 🙂
War ein genialer Tag👌💪
Oja. Könnte glatt nochmal 😜