Erster Hunderter der Saison

Seit meiner Anmeldung zum Niederrhein Grvl Anfang Oktober ist auch die Lust aufs Training gestiegen. Langsam versuche ich die Länge der Ausfahrten zumindest am Wochenende ein wenig zu steigern. Somit konnte ich Ostersamstag endlich mal ohne Termindruck eine dreistellige Km Zahl abspulen. Beim >Grvl One Hundred< wurden es final 106 Km mit fast 900 Hm. Bis auf einen kurzen Gel Stopp spulte ich die 4:26 h durchgehend ab. Entsprechend müde waren die Beine am Ende.

Gestartet bin ich in Richtung Flughafen, dann weiter in Richtung 6 Seen Platte, ohne das Wasser zu Gesicht zu bekommen. Ich bog vorher in Richtung Rottbachtal ab, um in Anschluss einige neue Abschnitte in der Lintorfer Mark zu testen. Durch den Rahmer Benden ging es in meinen geliebten Oberbusch. Da es hier zu meiner Überraschung sehr leer war, drehte ich einen Zusatzkringel. Solche Bedingungen muss man nutzen 😉

Nun wechselte ich ins Angertal. Auch dort war es erstaunlich ruhig. Sowohl im ersten Schotterteil als auch im zweiten asphaltierten Teil. Hier begann dann auch eine längere Phase auf diesem Untergrund. Über Obschwarzbach, vorbei am GC Mettmann und Wülfrath brachte mich die Kölnische Landstraße zum GC Haan Düsseltal. Hier verließ ich die Straße und rollte auf Nebenwegen vorbei an Grube 7 gen Gruiten Dorf.

Nun ging es den wunderbaren Weg entlang der Düssel und später hinauf nach Hochdahl. Hier waren die Beine schon ordentlich gestresst. Zum Glück standen auch schon 95 Km auf dem Edge. Somit konnte ich den Weg zurück nach Vennhausen relativ entspannt gestalten. Lediglich am U-See war etwas Vorsicht geboten. Scheinbar war alles mit 2 & 4 Beinen hier unterwegs.

Bereits 3 Tage nach der Eventanmeldung spulte ich eine 80Km Runde ab >Erft & Chlorbusch< sollte den Anfang der Vorbereitung bilden. Erst einmal flach war die Devise. Dafür drückte ich aber auf dem langen Abschnitt über den Strategischen Bahndamm ein wenig aufs Tempo und forderte den E-Biker im Windschatten ein wenig heraus. Beim ihm lief dann irgendwann ordentlich der Schweiß 😉

Kurz vor Rommerskirchen schwenkte ich gen GC Velderhof und hatte noch ein paar Hügel vor mir. Mitten durch die Felder, komplett weg vom Verkehr. Herrlich. Somit erreichte ich den Chlorbusch schwenkte wieder gen Norden in Richtung Heimat. Im Waldgebiet war nichts los. Drei Reiter, zwei Spaziergänger, das wars. Ich war echt happy. Am Kloster Knechtsteden änderte sich das Feeling. Ein sehr schwerer Unfall zwischen Auto & Motorrad sorgte für eine Sperrung der Kreuzung und bei mir für neuen Fokus auf Vorsicht & Achtsamkeit. Entlang des Norfbach erreichte ich wieder Grimmlinghausen und die Fleher Brücke. Der Rest war dann einfach nur nach Hause rollen.

Eine weitere knapp 70Km lange Runde führte mich in meinen geliebten >Oberbusch<. Ihr wisst schon, einfach durch das herrliche Gebiet cruisen und die Natur genießen. So war es auch bei dieser Trainingsfahrt. Ansonsten gab es noch einige kürzere Feierabend Touren. Alle auf Claudio, alle im Wald, alle in der Natur.

Nach über 30 Jahren Rennrad und Straße hat sich mein Sport still und leise um das Grvl´n erweitert. Ich mag es nicht mehr missen und liebe das Cruisen durch die Natur. Weit weg vom Kampf gegen Andere, weit weg von der Jagd um Bestzeiten in einzelnen Strava- Segmenten, weit weg vom Kampf mit den Autofahrern. Einfach fahren und genießen.