Tourguide für Herbert

Am Samstag traf ich Herbert im Sapori del Sud auf der Benderstraße. Bei herrlichem Wetter wurde es ein feuchtfröhlicher Nachmittag, aber nicht ohne vorher eine gemeinsame Grvl Tour für Sonntag fest zu zurren. Herbert hatte den Wunsch in Richtung anderer Rheinseite, weil er sich dort überhaupt nicht auskennt. Somit war auch für mich die Route klar.

>Erft & Chorbusch<

Kurz nach 10 rollte Herbert in Vennhausen an und etwas später rollten wir los. Es sollte die 80 Km Runde werden, die ich Anfang April mit dem neuen Weg zur Fleher Brücke ausprobiert hatte. Der Edge zeigte uns den Weg und so fuhren wir meistens abseits vom Verkehr gen Flehe. Um diese Uhrzeit war auch auf den Wegen noch relativ wenig los, so dass wir stressfrei vorwärtskamen. Die Brücke war schnell erreicht und auch das Stück durch Grimlinghausen war schnell abgespult. Wir erreichten die Erft und von nun an wurde es auch deutlich grüner. Hinter Helpenstein ging es auf den Strategischen Bahndamm. Knapp 12 Km durch eine grüne Lunge.

Herbert gefiel die Runde, auch weil es stressfrei vorwärts ging. Man achtete gegenseitig auf sich und alle genossen die Natur. Immer wieder gaben die Bäume einen Blick auf die Kraftwerke und die Vollrather Höhe frei. Im Zusammenspiel mit den blühenden Rapsfeldern und dem blauen Himmel wirklich schön. So folgten wir dem Bahndamm bis kurz vor Eckum. Hier kreuzten wir die B477 und tauchten ab in das leicht wellige Terrainkurz vor Stommeln. Aufgrund der Topografie nenne ich das kurze Stück „Die Pulheimer Toskana“.  Anstelle von Zypressen stehen hier eben Strommasten, aber Gehöfte oben auf den Hügeln gibt es auch 😉

Hier erwischte es Herbert, zur Halbzeit ein Plattfuss am Hinterrad. Während er den Schlauch wechselte, genoss ich die Aussicht bis in Richtung Eifel Ausläufer. Mit meinem kleiner Voxom Kompressor waren 2,9 bar ruckzuck im Reifen und die Fahrt konnte weitergehen. Vorbei am GC Velderhof tauchten wir jetzt im Chorbusch ab. Wir cruisten durch den Wald, der uns am Kloster Knechtsteden wieder ausspuckte. Nach einer kurzen Runde über das Kloster & Schulgelände folgte der Knechtstedener Wald. Gleiches Spiel wir vorher. Cruisen bis Rosellerheide. Vor dort folgten wir dem Norfbach bis wir letztendlich vorbei an Grimlinghausen wieder die Fleher Brücke erreichten. Von dort ging es vorbei am Unisee und über den A46 Deckel bis zum S-Bahnhof Eller, wo uns der Kfz-Verkehr erwartete. Die letzten knapp 2Km entlang der Vennhauser Allee waren Routine.

Kurzes Abklatschen und zufrieden verbrachte ich den Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein auf der Terrasse, kurz unterbrochen durch LBL, wo viele Erinnerungen in mir hochkamen.

Herbert war zufrieden mit der Runde und wird nun in die entscheidende Phase des Trainings für Rund um Köln eintreten. Danach hoffe ich auf noch weitere gemeinsame Touren.