Locker mit den Jungs
Am Sonntag hatte ich mich mit Herbert zu einer lockeren, möglichst flachen Grvl Runde verabredet. Ich schlug ihm eine Runde durch den Hassler Forst, Ohligser Heide, Hildener Stadtwald & den Osterholz vor. Schnell war 11 Uhr als Startzeit festgezurrt, da ich am Vortag noch beim Biwak der Gerresheimer Bürgerwehr karnevalistisch unterwegs sein würde. Da Herbert Neumitglied beim >CCD< ist, schrieb ich Pit an, der spontan auch zusagte, damit sich die beiden Vereinsmitglieder endlich mal kennen lernen würden.
Zu meiner Überraschung brachte Pit am Sonntag noch Martin mit, der übrigens mehr oder weniger ein Nachbar von Herbert ist. Zumindest klappte die erste Zuordnung über den Hund 😉 Mir war somit klar, dass es nichts mit einer lockeren Fahrt werden würden, denn Martin & Herbert sind schon in einer anderen Liga unterwegs. Zum Glück hatte Pitbereitstags zuvor eine 90 Km Tour hinter sich gebracht und war nicht mehr taufrisch.
So rollten wir zunächst am Unterbacher See in Richtung Hassler Forst. Alles altbekannte Wege und zum Glück nicht zu überlaufen. Zu Viert mit dem Grvl im Wald unterwegs zu sein, erfordert noch etwas mehr Aufmerksamkeit und Umsicht. Das klappte zum Glück auch größtenteils. Im Hassler Forst fuhren wir natürlich meine üblichen Kreisel mit Links/Rechts Kombinationen, wobei Martin sich wunderte, wie ich mir das alles merken kann, so ohne Navigation 😉 Am Itterbach entlang näherten wir uns der Krüdersheide, auch hier mit ein paar Kringel und später der Ohligser Heide.
In Kalstert erreichten wir ein weiters Mal den Itterbach, welchem wir nun wieder folgten, um schlussendlich den Sandberg zu erklimmen. Somit hatten wir auch den Streckenteil erreicht, in dem sich Martin austoben konnte. Flach fahren ist nicht so seins. Sobald die Straße ansteigt, kann der Jung nicht anders als zu beschleunigen. Aber so ist die heutige Zeit im Radsport. Jeder schaut auf Wattzahlen und Segmentzeiten, da fällt das gemeinsame Gruppenfahren, so wie ich es vor 35 Jahren erlernt habe, einfach hinten runter.
Im Hildener Stadtwald musste ich kurzfristig die Strecke ein wenig umdisponieren, da ein Lauf der Hildener Winterlaufserie stattfand und wir zu 4 nicht zuviel Unruhe stiften wollten. Am Restaurant Korfu verließen wir den Wald, rollten unter der A46 her und im Dunstkreis der Mahnertmühle rollten wir den Singletrail hoch zum Observatorium der Sternwarte Hochdahl. Selbst für Pit war dieser Abschnitt Neuland, an dem sich aber das Bild wiederholte: Martin und Herbert vorne weg, ich hechelnd hinterher.
Über den Finzberg und den Neandertalweg erreichten wir Gruiten, wo wir die Bahnlinie kreuzten und über den Mühlenweg schließlich die VohwinklerStraße erreichten. „Hier war ich gestern mit dem Rennrad“ sagte Herbert. Glücklich mal wieder zu wissen wo er war 😉 Wir kreuzten allerdings die Straße nur und tauchten in den Osterolz ab. Wieder bergan mit dem identischen Verlauf. Leider war es hier durch Waldarbeiten mit schwerem Gefährt sehr aufgeweicht und schlammig. Also plante ich kurzerhand wieder um, ließ eine Schleife aus und so ging es auf etwas direkterem Wege zur Grube 7. Als Ersatz baute ich hier noch die Schleife über den Golfplatz Haan-Gruiten ein und dann über Alt-Gruiten ins Tal der Düssel abzutauchen. Ich war bereits ordentlich angeknockt und war froh, das meiste an Hm hinter mir zu haben. Aus dem Tal hinaus beschleunigte ich in den finalen Anstieg, um dann in meinem Tempo die restlichen Hm abzuspulen. Oben angekommen standen knapp 55 Km auf dem Garmin und neben dem obligatorischen Gruppenfoto forderten Martin & Herbert auch einen Riegelstop 🙂


Die letzten Km entlang der Bahnlinie über Millrath & Hochdahl waren schnell abgespult und vorbei am Neanderbad ging es hinunter nach Unterbach. Der kleine Singletrail entlang der Rothenbergstraße brachte uns final wieder auf den Radweg, wo Martin & Herbert diesem gen Gerresheim folgten, während Pit & ich die Straße kreuzten und noch ein kurzes gemeinsames Stückchen den den Wald rollten. Diese Tour war mich für persönlich alles andere als locker. Puls 147 sprach ein deutliches Zeichen. Spaß gemacht haben die 66 Km trotzdem irgendwie. >Locker mit den Jungs<
Am Montag merkte ich die Müdigkeit sehr deutlich in den Beinen. Trotzdem raffte ich mich noch mal auf. Das Wetter war zu verlockend, auch wenn es durch den Wind recht frisch war. Ich wählte für diese Ausfahrt die nördliche Region und versuchte dieMüdigkeit so gut es ging aus den Beinen zu pedalieren. Aber ich war einfach nicht erholt genug. So lief die ganze Tour rund um den Flughafen, Angermund und durch den Rahmer Benden sehr sehr schleppend. Es ging gefühlt zu keiner Zeit wirklich vorwärts, sehr bei Rückenwind nicht 😦 So war ich froh nach 2:30 h Fahrzeit und knapp 58 Km wieder vor der Haustür zu stehen. >Schwere Beine<
Fazit –> es liegt noch viel Arbeit vor, um die gesteckten Ziele zu erreichen!