Tramin Tag 7

Der letzte Tag begann nach dem identischen Schema wie die vorherigen 6. Nur in dem Wissen, dass es die letze Ausfahrt sein würde. Pit und Bernie wollten unbedingt ins Val di Fiemme auf den dortigen Radweg und vermutlich mehr 😉 , Fitty und ich wollten etwas weniger machen, schließlich stand für uns die lange Heimfahrt bevor. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Bernie signalisierte seinen Verzicht auf´s Fassatal, so dass es für mich galt, Pit in den harten Anstieg nach Truden zu bringen. Dieser wartet mit Steigungen bis 18 % auf diversen Abschnitten auf, zu hart für Fitty und auch ich wollte am letzten Tag unnötiges vermeiden. Das Fassatal und seine angrenzenden Berge werden uns zukünftig noch begrüßen, so dass ich auch nichts erzwingen musste.

Ich führte den Tross durch die Plantagen nach Neumarkt, wo der Nebenanstieg durch die kleinen Dörfer hinauf nach Montan begann. Zunächst auf einer Hauptstraße mit überschaubarem Verkehr, bogen wir im weiteren Verlauf auf einen Nebenweg ab, der etwas steiler wurde. Die Ortsdurchfahrt von Pinzano bot dann Kopfsteinpflaster, Rollsplit und 13 %. Ein wahrer Wadenschmaus 😉 Auf dem folgenden Stück bis Montan wurde es wieder flacher und man konnte sich etwas erholen.

Jetzt begann der der eigentliche Anstieg in Richtung Truden. Fitty konnte ich motivieren uns noch etwas ins Tal zu folgen. Ich wollte ihn zumindest bis Glen mitziehen. Da Bernie ihn auf diesen doch schon etwas steileren Abschnitt begleitete, konnte ich mit Pit weiterfahren, um ihn schlussendlich hinter der Ortschaft auf den extremen Schlussteil zu schicken. Wie es Pit den Rest des Tages erging, könnte ihr in seinem Blog >hier< erfahren 😉

Ich wartete auf Bernie und Fitty, zeigte ihnen den nächsten Abschnitt und schon machten wir uns auf die Abfahrt. Hinter Montan gelangten wir auf die uns bekannte Abfahrt vom San Lugano, aber an diesem Tag mit weit aus weniger Verkehr. Da wir zu diesem Zeitpunkt erst 20 Km abgespult hatten, schlug ich einen Abstecher zum Anstieg nach Laimburg vor. In Erinnerung hatte ich 14% Maximalsteigung, kurz….. wie sich aber herausstellte, blieb es die gesamten 1,5 Km so. Zuviel für Fitty, der drehte und am Etschtalradweg wartete. Ich drehte oben sofort, um Fitty zu informieren, als mir auch schon Bernie entgegenkam. „Noch 100m bis oben, dann drehst du um und kommst wieder runter“ rief ich ihm zu. Der bestätigte und so rauschte ich in diesem Wissen den Berg wieder runter. Bei Fitty eingetroffen, warteten wir vergebens 😦 Bernie war verschwunden. Ich kehrte um und begann mit der Suche nach ihm. Nix zu sehen. Ans Handy ging er auch nicht. „Wie kann man sich hier verfahren“ kam es mir in den Sinn. „Das ist unmöglich“ Aber an diesem Tag wurde ich eines besseren belehrt. Wenn man mit Scheuklappen durch die Gegend fährt und nur auf den Asphalt vor der Nase achtet, schafft man selbst das. Zum Glück tauchte er später doch noch auf und tischte uns eine unglaubwürdige Geschichte auf. Aber Strava lügt nicht und zeigte seine Irrfahrt eindeutig an 😉

Wir rollten in Richtung Tramin, noch immer keine 30 Km auf dem Garmin. Noch eine schöne Runde durch die Obstplantagen sollte folgen, als Bernie ankündigte, er wolle zurückfahren. Der 25% Anstieg hinter Söll ließ ihm keine Ruhe. „Soll er machen, ohne uns“ waren Fitty und ich uns einig. Wir bogen ab und genossen die Fahrt durch Wein und Obst. Wir streiften Magreid und entschieden uns in Kurtinig zu einer letzten EPO Pause. Rein zufällig wählten wir das >Radsporthotel Teutschhaus< Ein Zufallstreffer 😉 Nach der Pause hielten wir uns in Richtung des Etschtal Radweges, über den wir den Heimweg antraten. So rollten wir die letzten Km des Team Bussi Events in Tramin gemütlich nach Hause. Während Bernie auch im 2ten Anlauf die Rampe nicht raufgefahren war, er war falsch abgebogen, mussten wir drei den letzten Abend leider ohne Pit in unserer Stamm Pizzeria verbringen. Er war noch auf großer Fahrt. Einhellig fanden wir drei es schade, zumal der von ihm anvisierte Berg in 2 Jahren sowieso auf der Agenda steht. So endete der letzte Tag bei etwas getrübter Stimmung. Ein kleiner Wermutstropfen auf einem ansonsten wunderbaren Radsporturlaub. >Glen, Laimburg und Etschtal<