EPO am Hs Scheppen

Lange Zeit habe ich mich nicht mehr gemeldet. Das lag teilweise an der fehlenden Zeit, teilweise gab es auch nicht wirklich viel zu erzählen. Das Training hat in den letzten Wochen ganz gut funktioniert. Zeitlich passte es zwar nicht immer, aber es kamen doch reichlich Einheiten zusammen. Alles in Allem haben sie mich wieder ein Stück weiter gebracht. Nach >Monzi´s Einführungstour< ging es Ende April noch dreinmal für mich aufs Rad.

Zunächst gab es eine kurze Gravel Feierabend Runde >Kurz durch den Forst< 40Km zur Entspannung durch den Wald. Immer wieder herrlich. Samstags ging es dann mit Fausto auf eine Tour in Richtung Kraftwerke auf der falschen Rheinseite 😉 Der Tag >Nasskalte Kraftwerkrunde< war wirklich zäh. Leichter Niesel und Temperaturen im einstelligen Bereich machten die 83 Km nicht wirklich leichter. An diesem Tag war ich echt froh, als ich wieder a la Casa war. Nach einem heißen Bad sah die Welt gleich wieder anders aus 🙂

Tags drauf spulte ich noch eine kleine 50 Km Runde >Gruiten Dorf< ab. Hier stellte sich dann wieder heraus, das der Körper noch immer mit den Folgen des F**K Virus zu kämpfen hat. Kurze Belastungsspitzen habe ich vor C* deutlich besser weg gesteckt bzw. die Erholung setzte deutlich schneller ein. Aber ich werde weiter daran arbeiten.

Bis zur nächsten Ausfahrt dauerte es dann wieder eine Woche 😦 Auf der >Raps Runde< ging es 74 Km mehrfach an besagten Feldern vorbei. Viele Wirtschaftswege und ein ständiges Auf & Ab sorgten für fast 800 Hm. Auf meiner Zufriedenheitsskala ging es wieder ein Pünktchen nach oben 😉

Die nächste Ausfahrt ließ wieder lange auf sich warten. Aber dafür ging es zu dritt zur >Windrather Kapelle< Begleitet von Pit -Teilweise- & Monzi cruisten wir wieder durch die Felder. Diese Tour sollte Monzi etwas mehr fordern, was auch gelang. Gab es bei der ersten gemeinsamen Ausfahrt noch ein paar Bernie Stops hieß es diesmal eher durchfahren. Gespickt waren die 84 Km mit 865 Hm, was schlussendlich nur zu schaffen war durch einen strategischen Getränkestop am Sportplatz „Zur Waldkampfbahn“

Das nächste Training führte mich flach nach>Serm & Linnep< Nach den ganzen Höhenmetern der letzten Ausfahrten rollte ich mit Gino entspannt über die 70 überwiegend flachen Km. Auch das tat mal wieder gut, konnte ich doch zwischendurch auch mal wieder aufs Gaspedal treten. Und siehe da, es klappte ganz ordentlich. Zwar dauert die Erholung immer noch zu lange, aber mein Gefühl sagt mir, es wird 😉

Am darauf folgenden Wochenende wurden aus einer geplanten langen Ausfahrt zwei kurze Runden. Zuviel Wind am Samstag sorgten für eine Planänderung. So machte ich mich auf >Bussis windigen Hügelklassiker< Nie weit von Zuhause weg ging es hauptsächlich über Wirtschaftswege die Hügel rauf und runter. 60 Km und 770 Hm waren das Ergebnis. Tags drauf ging es 63 Km durchs >Angertal< Auch hier kamen nochmal 623 Hm hinzu, sodaß auch dieses Wochenende als erfolgreich abgehakt weren konnte.

Nun wurde es aber langsam Zeit mal wieder die 100 Km zu knacken. Ursprünglich sollte dies bei einer RTF stattfinden. Dort wollte ich dann ab und zu etwas vom Windschatten der anderen Sportler profitieren. Aber irgendwie kam es dann doch anders. Gestern war es dann endlich soweit. Meine letzte Runde mit dreistelligen Kilometern war tatsächlich der >Fleche Wallone< am 28 Mai 22. Unglaublich, aber wahr.

Ich plante eine Mischung aus Hügeln und flachen Abschnitten, um vielleicht hinter dem Credo „Dreistellig – Vierstellig“ direkt auch noch einen Haken machen zu können. Für den Kopf bestimmt nicht verkehrt. So rollte ich am Samstag einfach drauf los. Die ersten Hügel mit lockerer Fahrweise brachten mich über Hübbelrath, Homberg und Hösel ins Ruhrtal. Nach gefühlten Jahren rollte ich durchs Tal zur Mendener Brücke und auf der anderen Ruhrseite wieer retour. Allerdings bog ich hier ins Rohmbachtal ab und rollte selbiges hinauf zum Flughafen. Der Schuirweg brachte mich wieder runter ins Tal, wo ich Werden schnell durchfuhr, wimmelte es hier doch nur so vor menschen und Autos, aufgrund eines Festivals im Löwental. Das Teilstück entlang des Sees galt der Erholung und am Hs Scheppen wartete endlich mal wieder eine ordentlich Portion EPO auf mich. Tat das gut. Ein weiteres Stück „gutes Feeling“ für meinen Kopf.

Die restlichen 50 Km führten mich zunächst durchs Hespertal leicht bergan in Richtung Hefel, wo ich kurz darauf in die Eintrachtstraße abbog. Hier war ich tatsächlich wieder komplett alleine unterwegs und genoß den anfangs flachen Teil bis zum Beginn des Anstieges ins Gewerbegebiet. Über die Siemensstraße gelangte ich LKW frei 😉 schlußendlich auf dem Panorama Radweg. Diesen nutze ich nochmals zur Stärkung mit Gel & Flüssigkeit, bevor ich mich in die Abfahrt nach Neviges stürzte. Einfach herrlich. Nächstes Ziel Windrather Kapelle und Windrather Tal. Altbekannt, aber immer wieder schön zu fahren. Ganz besonders bei diesem Wetter. Aprath, Düssel, Hahnenfurth und das Neandertal brachten mich wieder nach Gerresheim. Ganz nebenbei hat es tatsächlich für 1088 Hm gereicht, auch wenn ich für die 100 Km noch einen Kringel im Dorf drehen musste. Die Runde >Ruhrtal< hat mir neben jeder Menge Spaß noch etwas verdeutlicht:

Ich bin auf dem richtigen Weg