Baldeneysee First !!!!

Gestern kam mir am Dernbuschweg der Lieblingsspruch des alten gelbhaarigen Häuptlings aus Übersee in den Sinn. Keine Ahnung warum, aber in diesem Augenblick stand das Motto des Tages fest. Da das anvisierte Ziel der Ausfahrt erstmalig in dieser Saison angesteuert wurde, war somit auch die Überschrift klar 🙂

Eine etwas längere Ausfahrt sollte es werden, ohne wirklich aufs Gas drücken zu wollen. Entsprechend verhalten ging es auch los. In Knittkuhl schlug ich aber einen anderen Weg gen Ratingen ein. Dieser wird im weiteren Verlauf der Saison noch einmal eine schöne Bergwertung enthalten. Dann aber auf dem Rückweg und somit in entgegen gesetzter Richtung. So konnte ich gestern also bergab rollen und die teilweise gespenstische Atmosphäre aufsaugen. Überall waberten noch die Nebelschwaden, sodaß ich froh war, warm genug angezogen zu sein. Ich genoss die Fahrt, spürte aber doch recht frühzeitig, das etwas nicht so richtig passte. Die gesamte Ausfahrt schmerzte die rechte hintere Oberschenkelmuskulatur, sowie die linke vordere Muskulatur oberhalb des Knie 😦 Das blieb auch die gesamte Fahrt so. Dazu kam ein merkwürdiges schwerfälliges Gefühl, mit komischem Puls. Trotzdem ließ ich mir den Spaß an der Ausfahrt nicht nehmen. Werden war mittlerweile erreicht und somit stand die Umrundung des Baldeneysee´s an. Zunächst am Nordufer entlang, wo sich auch endlich die Sonne durchsetzte und den See in ein schönes Licht tauchte. Ich kurbelte fröhlich vor mich hin, ignorierte die Zipperlein und rollte über die alte Eisenbahnbrücke in Kupferdreh. Ab hier stand der Rückweg an. Auf den obgligatorischen Stop am Haus Scheppen musste ich verzichten. Hatte ich doch tatsächlich kein Geld dabei 🙂 Machte aber auch nix, denn auf der Südseite, der Schattenseite, war es doch recht frisch. Über Werden ging es zurück nach Kettwig auf die Anfahrt zum Esel. Hier konnte ich mir noch mal das gerodete Waldstück, welches mir auf dem Hinweg schon einen ordentlichen Schrecken eingejagt hatte, betrachten. Tatsächlich ist der gesamte Hang gerodet worden. Ich denke mal aufgrund der Unwetter der letzten Zeit. Der Esel wurde locker bei 39/21 raufgekurbelt, wobei ich das Gefühl hatte, das es mir hier besser erging als auf flachen Abschnitten. Wie gesagt passte das Körpergefühl so gar nicht ins Bild.

Nach dem Esel rollte ich durch die Felder gen Mintard und Selbeck. Ich blieb bei meiner möglichste lockeren Fahrweise, die mir aber mittlerweile gar nicht mehr so entspannt vorkam. Schloß Heltorf ließ ich rechts liegen und machte mich auf den Standardrückweg vorbei am ISS Dome. In der Nähe des Rather Waldstadion kam mir völlig überraschend Steffi Buss trabend entgegen 🙂 Ich drehte und rollte noch ein paar Meter neben ihr her. Mal sehen, wann wir uns das nächste Mal treffen. Ernst Poensgen Allee, Torfbruch und Dreherstraße galten dann dem entspannten Ausrollen. Nach 90 km und 3:30 h Fahrzeit war die Runde Zum Baldeneysee Geschichte und hinterließ viel Fragezeichen in meinem Kopf…….

Bereits am Mittwoch gab es eine kleine feine Mounti Tour durch den Eller Forst und Aaper Wald. Dort konnte ich halbwegs windgeschützt agieren, bei erstaunlich trockenen Bodenverhältnissen. Hier beschränkte ich mich einfach aufs Radeln und den Naturgenuss. Schließlich wird sich in den nächsten Wochen die Zahl der MTB Ausfahrten vermutlich stark reduzieren und die Straßenräder werden wieder im Fokus stehen.

Zu guter Letzt noch ein kleines Fazit zum Edge 1030: Ich bin echt begeistert von dem Teil und hoffe, das er mir lange gewogen bleibt. Er erfüllt meine Erwartungen un allen Bereichen. Wenn jetzt noch die Kopplung mit meinem neuen Mobiltelefon funktionieren würde, wäre alles gut 🙂 Aber das werde ich auch noch hinbekommen, früher oder später…….