Monte Fae, ein echter Hotspot

Nach einem reichlichen Frühstück im Garten ging es für mich im Anschluß direkt mit Gino auf Tour. Temperaturen bis 34 Grad und ein wolkenloser Himmel prophezeiten eine heiße Runde zu werden. Wie sich im Verlaufe herausstellen sollte, zu heiß.

Mein erstes Ziel war der Monte Fae. Mir völlig unbekannt und von Cristian als wunderschönes Radlgebiet ausgegeben war klar, da will ich hin 😜 Zunächst ging es wieder über den Passo San Giovanni, diesmal aber mit kurzem Fotostop. Immer wieder schön, der Blick auf den See. Weiter ging es bis zum Kreisel in Loppio, ab dort betrat ich Neuland. In einem kurvenreichen Geschlängel führte die Straße bei 6 bis 9 Prozent mitten durch die Rebstöcke. Herrlich 😍 Das hatte aber auch zur Folge, dass es keinen Schatten gab. Bereits auf den ersten Km schwarnte mir Böses. Nach 5 Km folgte ich in Valle San Felice, einem wunderschönen Ort, dem Abzweig nach Manzano. Weiter Bergan wurde es immer einsamer und immer noch schöner. Alle 2 Km gab es einen Schluck aus der Pulle, die Hitze setzte mir immer mehr zu. Nach einem kurzen Felstunnel war Manzano erreicht und weiter ging es in Richtung Nomesino. Dort änderte sich dann nicht nur die Richtung, sondern auch die Steigungsprozente. Mit bis zu 14 % kletterte ich immer weiter zum Passo, welchen ich nach 9,6 Km Anstieg ziemlich ausgelaugt erreichte.

Nach beschwerlicher Abfahrt auf schlechtem Asphalt bei 18% Gefälle folgte ich kurz darauf dem Abzweig nach Patone. Kurz stockte mir der Atem, beim Anblick eines 27 % Schildes, welches aber Gott sei Dank dem Wirtschaftsweg auswies 😜 Für mich ging es mit bis zu 12 % weiter bergan. Die Sonne brannte unbarmherzig und Schatten war so gut wie nicht in Sicht. Die Flaschen waren fast leer, galt meine Hoffnung ab sofort dem Ort Patone. Doch die Enttäuschung ließ nicht lange auf sich warten. Kein Café, keine Bar, kein Garnix. Dazu Menschenleer. Was tun. Gerade mal 24 Km mit 1050 Hm auf der Uhr und so gut wie keine Flüssigkeit mehr. Auch einen Ort weiter nix Neues und somit musste eine Entscheidung her. Da die nächsten Km wieder bergan bis zum Passo Bordola geführt hätten und ich nicht gewusst hätte, ob und wo ich Wasser bekommen hätte, entschloß ich mich für den Abbruch der Tour. Schließlich habe ich ja auch Urlaub 😘

So rollte ich durch die Weinberge hinunter gen Etschtal und weiter nach Mori. Hier unten war es noch heißer und für mich war in diesem Moment klar, alles richtig gemacht zu haben. In Mori bog ich wieder auf den Radweg ab, erreichte zügig den Kreisel von Loppio und kurz darauf rauschte ich von Nago wieder runter zum See. Jasmin war überrascht mich so früh wieder zu sehen, bestätigte mir aber mein vernünftige Entscheidung. Somit war die Tour nach 52 Km mit 1250 Hm schnell vorbei. >Monte Fae<